Bettina warf mir ein Stöckchen zu: wir sollten mal alle aus dem Fenster knipsen. Nach ein paar trüben Tagen erlaubte heute das Morgenrot dieses.
Ich habe aus meinen Fenstern nicht so einen schönen Überblick
wie Ronald oder Claudia oder eben auch Bettina. Früher habe ich im Dachgeschoß einer hundertjährigen Villa gewohnt, komplett mit sehr schrägen Wänden, Balken quer durchs Zimmer, knarzenden Dielen und zugigen Fenstern, sehr romantisch. Insgeheim habe ich mich aber immer nach einer ebenerdigen Wohnung gesehnt. Dann verliebte ich mich in meinen Mann, und siehe da, er wohnte ebenerdig – aufgrund seines Rollstuhls. Ich genieße das: wir gehen kaum je durch die Wohnung ohne auch durch den Garten zu gehen.
Das oben ist der Blick aus dem Küchenfenster.
Das hier der durch die Haustür:

und das hier ist der Blick aus meinem Arbeitszimmer. Der dicke Busch ist Absicht, weil er die Geräusche der Straße blockt und ebenso den Blick auf eine häßliche Reihe Garagen und einen Luftschutzbunker aus dem Krieg, der sich jedem Sprengversuch widersetzte und nun eine Wäscherei beherbergt. Dafür schiebt die Rose manchmal Knospen vor mein Fenster und ich kann den untersten Äpfeln beim Wachsen zusehen.

Das ist der Blick aus dem Schlafzimmer:

Das der Blick aus dem Eßzimmer:

und nun kommt noch das Wohnzimmer, das drei Fenster hat; das eine davon ist ein Panoramafenster, so dass ich zwei Fotos machen mußte weil mein Weitwinkel nicht reicht.

Das ist vielleicht nicht alles schön, aber wahrheitsgemäß, so wolltest Du es doch, Bettina?
Und nun widme ich allen Besuchern auf diesem Blog noch diese perfekte Novemberrosenknospe, die plötzlich vor dem Haus erscheinen ist, unbeirrt vom Schnee vorgestern.


















Sehr schöner, romantischer Garten.
Von: Herr Teddy am November 6, 2009
um 22:53
ja, so ist die Stöckchenspielregel und sind schöne Aussichten, so mit dramatischem Himmel, gefällt mir.
Von: Bettina am November 7, 2009
um 14:07