Halloween naht

Draußen riecht es nach Halloween – rauchig nach trockenen welken Blättern, feucht nach Schimmel und nasser Erde, leicht faulig nach den Falläpfeln im Gras. Als ich klein war, feirten wir Halloween-Partys lange ehe Halloween in Deutschland bekannt war, denn meine Schwestern sind in Amerika aufgewachsen. Wir bauten ein Geisterhaus unter dem Tischtennistisch und dekorierten das Haus mit wilden Girlanden aus schwarzem und orangenem Kreppapier. Unsere Kostüme bastelten wir selbst. Meine Schwester trug ein Bettlaken und wurde zum Gespenst; der Clou war, dass der abnehmbare Kopf aus einer Kissenhülle einen Reißverschluß als Mund hatte. Es war wahrhaft gruselig, wenn sie ihn öffnete, um eine ketschuptriefende Bratwurst darin verschwinden zu lassen! Ich meinerseits trug einen Hut der aus meiner ehemaligen Schultüte gefertigt war mit einer Krempe, unter der meine halbe Klasse hätte Zuflucht suchen können. Lange vor Harry Potter hätte ich jeder Zauberschule damit Ehre machen können.
Heute habe ich schon mal Bonbons gekauft, falls an Halloween wieder Kinder an meiner Haustür klingeln. Das gibt mir genug Vorlauf, um bis dahin selbst welche davon naschen zu können. Was für eine gute Ausrde zum Bonbons kaufen!
Übrigens, wer Gruselgeschichten mag oder zu Halloween etwas verschenken möchte, das nicht dick macht, findet sie in diesem Buch:

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