Kleine Freuden

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Ich habe mir einen kleinen Wunsch erfüllt, bescheiden wie die von mir geliebten Gänseblümchen. Ich habe zum ersten Mal seit etwa einem Vierteljahrhundert eine Geschichte auf Englisch geschrieben. Ich kann es zu meiner Überraschung noch – ich bin sogar zufrieden damit und werde sie bei einem Wettbewerb einreichen. Sie wird keine Chance haben, aber darum geht es gar nicht, ich freu mich trotzdem.
Englisch war in meiner Kinder- und Jugendzeit „meine“ Sprache für Persönliches, für gute Gespräche, Tagebuch, Geschichten, Träume, und gelesen habe ich auch fast nur Englisch. Als dann die Mauer fiel, verließen die Amerikaner, deren Kinder ich betreut hatte, die Stadt, und ich hatte kaum noch Gelegenheit mit jemandem Englisch zu sprechen. Zum Lesen kam ich kaum noch. Ich fing an, die Worte zu vergessen und es war, als ginge ein Teil von mir verloren. Jetzt hab ich ihn wieder und fühle mich befreit.

Dafür habe ich Pflichten liegenlassen, zum beispiel den Rasen nicht gemäht – er dankt es mir mit netten Blumen.

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Diese Saxifrage ist aus dem Beet entwischt – ich mag sie sehr, weil die einzelne Blüte so klein ist, kaum größer als die gelbe Mitte eines Gänseblümchens:

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