Krisen und Kreativität

Apfelernte 2009

Es ist, wie meine Mutter sagen würde, zum Mäuse-melken. Die Tage sind einfach zu kurz! Die Jahre übrigens auch.
Ich habe Ideen für vier Weihnachtsgeschichten – die eine benötigt allerdings sorgfältige Recherche. Aber der Himmel weiß, wann ich dazu komme, sie zu schreiben. Die Rollstuhlbatterie hat bei der Kälte den Geist aufgegeben, ich muß also nachher erstmal den Rollstuhlmann überzeugen, dass er bitte sobald wie möglich mit neuen Batterien kommt. Mit etwas Glück kann der auch die durchgebrannte Birne im Badschrank wechseln, die so pfiffig eingebaut ist, dass das sonst niemand kann. Die muß ich dazu aber erst einmal besorgen, bedeutet: Heute noch Baumarkt. Dass die neue Heizung, die der Heizungsmann im Sommer in der Küche eingebaut hat, gar nicht funktioniert, muß ich dem auch noch beibringen. Ehe der kommt, was er wegen der Wartung sowieso muß, muss ich aber noch die Wäsche aus der Waschküche räumen, weil da die Heizung steht. Heute nacht soll es zum ersten Mal frieren, das heißt, dass ich zuallererst alle Kübelpflanzen ins Winterquartier bringen muß. Mit Schreiben ist also heute nix.
Davon abgesehen sitze ich an dem Wochen-Fotokalender, den ich traditionell für meine Mutter zu Weihnachten mache. Der muß pünktlich fertig werden weil ich den diesmal drucken lassen will statt ein Vermögen für Farbpatronen auf meinem schlechten Drucker auszugeben. Das gleiche gilt für ein Fotoalbun was Peter bekommen soll. Das macht alles Freude, kostet aber Zeit. Außerdem hat sich meine Mutter Ketten gewünscht, aus glatten Perlen, weil der Schmuck den sie hat sie auf der Haut juckt. Am liebsten aus Perlmutt und Achat. Das bedeutet, nach Perlen stöbern, bestellen, dann designen und montieren. Bestellen muß ich auch die Bastelzutaten für den diesjährigen Adventskalender, der muss Mitte November fertig sein, muß ja auch noch ausgeliefert werden.
Ach, aber ich kenne Menschen, die spielen die ganze Nacht Poker und verschlafen dann den Tag, andere schalten morgens die Flimmerkiste ein und wissen den ganzen Tag nix mit sich anzufangen. Da ist mir mein ewig zu kurzer Alltag zwischen Krisen und Kreativität doch bedeutend lieber.
Es hilft nur eins, wie immer: Keine Panik. Eins nach dem anderen. Und das am Besten alles gleichzeitig.

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  1. Liebe Patricia,

    das erklärt einiges. In meinem Fall sage ich auf Vorschläge, die meine To-Do-Liste noch verlängern. Das mache ich dann in den vielen Stunden, in denen ich völlig gelangweilt auf der Couch sitze und nicht weiß, was ich machen soll, sprich: GAR NICHT. Ich adaptiere also einfach deine Lösung und mache wi immer alles gleichzeitig voran.

    🙂

    Ganz liebe Grüße

    Nils

  2. Wittere ich da Vorweihnachtspanik? Dagegen hilft nur: zurücklehnen und ganz ruhig überlegen, was wirklich unaufschiebbar ist. Im schlimmsten Falle freut sich der zu Beschenkende auch über einen hübsch gestalteten Gutschein für das geplante Geschenk – einzulösen im neuen Jahr.

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