Die Berliner Mauer in Schweden

Ich bekam eine nette E-Mail von einem Lehrer in Schweden:

„Liebe Patricia,
Das war eine grosse Überraschung für mich unde meine Schüler, dass wir Sie auf dem Internet gefunden haben und ausserdem, dass Sie uns geschrieben haben.
In den siebziger Jahren habe ich unter anderem Germanistik an der
Göteborger Universität studiert und im Jahre 1974 auch Berlin
besucht. Ich habe da Ost-Berlin besucht auf der anderen Seite der Mauer.
Ich erinnere mich heute an zwei Dinge, Reisefüher / Guide Ruth im
Treptow Park. Ich habe sie gefragt ob sie die Möglichkeit hätte nach
England zu fahren oder ganz einfach ins Westen zu fahren um schöne
Musik in einem anderem Land zu hören. Sofort habe ich da die Tränen auf ihren Backen gesehen und habe nichts weiter gesagt. Zweitens habe ich von einer Dame im Garderob auf dem restaurant Moravia am Alexanderplats erfahren, dass sie am Abend des 13. August 1961 versucht habe ins Westen zu flüchten, zu spät aber weil die Grenzlinje schon von Polizisten gesperrrt war.
Was ich in Berlin erlebt habe zu der Zeit, aber auch später, ich war
auch in Berlin drei Tage nach dem Jubiläum, hat mich inspiriert ein
Projekt über die Mauer durchzufüren. Wir haben also versucht ein Stück
Mauer zu bauen, mit Graffiti, Bilder/Dokumentation aber haben auch
versucht ein Gefühl zu schaffen mit Ihrem Gedicht „Grenzverlauf“ Ich
habe das Gedicht auf dem Internet gefunden, gelesen und mit meinen
Schülern diskutiert.
Unsere kleine Stadt Herrljunga liegt 80 km östlich von Göteborg…“

Auch mit einer seiner Schülerinnen hatte ich über Facebook einen kleinen Briefwechsel und nun wurden mir Fotos des Projekts geschickt:

Ich finde es sehr schön, dass den Schülern in einem anderen Land die Mauer auf so bildhafte Weise in Verbindung mit eigenen Erfahrungen des Lehrers nahegebracht wird. Und es freut mich, dass mein Gedicht, meine Worte etwas dazu beigetragen haben. So haben wir wohl auch dieses Buch nicht umsonst herausgegegeben:

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Eine Antwort

  1. Liebe Patricia,

    genau so ein Feedback und mehr davon wünsche ich dir. Vielleicht bietet sich so ja auch mal die Gelegenheit, Übersetzungen anfertigen zu lassen. Vielleicht schlägst du dem Lehrer vor, das Gedicht mit seiner Klasse zu übersetzen und an eine schwedische Zeitung zu schicken.

    Auf bald

    Nils

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