Bonbons für die Seele

Unsere Berliner Fußball-Hertha hat gewonnen! Eine Sensation! Ich habe fünf brüllende Männer zwischen 18 und 70 auf unserem Sofa mit Apfelstrudel versorgt und mich amüsiert.
Bei diesem Wetter gibt es sonst nicht viel zu erzählen. Wir haben seit Wochen keine Sonne gesehen, es ist einfach nur grau in grau und es passiert draußen gar nix. Fotos kann man bei dem Licht schlichtweg nicht machen.
Aber da war noch was anderes.
Ich hasse einkaufen wie die Pest, und Kochen und Essen sind für mich notwendige Übel, die schnell erledigt werden und die ich vergesse, wenn mich niemand daran erinnert. Aber an Heiligabend bekamen wir von unseren Nachbarn eine geheimnisvolle Styroporkiste mit der Weisung, sie sofort aufzumachen, weil sie kalt gestellt werden müsse. Wir folgten neugierig dieser Aufforderung. Schon als ich den Klebestreifen entfernte entwich der Kiste ein wunderbarerer Duft. Aus einer Holzkiste mit Holzwolle kamen Leckereien zutage – aber was für welche! Unsere Nachbarn wissen, dass wir Fisch mögen, aber der uns eigentlich nur an der See schmeckt – denn wirklich frischen Fisch gibt es zumindest in unserer Gegend von Berlin nicht. Die geheimnisvolle Kiste kam von einem Fischgeschäft aus Wilhelmshaven. Sie enthielt Lachs mit hausgemachter Senfsoße, Heringshappen in Zitronenminze, Fkußkrebssalat, geräucherten Aal, Matjes, Nordseekrabben und Riesengarnelen. Frisches Vollkornbrot war auch noch dabei. Was haben wir geschlemmt am nächsten Tag! So frischen Fisch haben wir noch nicht mal an der Küste gegessen. Tatsächlich haben wir eigentlich noch nie etwas gegessen, was uns so gut schmeckte. Wir haben nachts noch davon geträumt. Es schmeckte nach Meer und Weite und frischer Luft und Träumen. Und gesundheitlich haben uns die Fischtage auch einen deutlichen Kick gegeben.
Wir haben dann einen Aufkleber mit einer Internetadresse gefunden und zu Silvester für uns und Gäste prompt noch einmal so eine Kiste bestellt. Das war ein Riesenhit.
In Zukunft, wenn wir uns mal etwas Besonderes gönnen wollen, werden wir da mal eine kleine Portion bestellen. Es muss nicht der Lachs sein oder der Flußkrebs (den ich noch nie gegessen ahtte und der extrem lecker war). Die Heringshappen und Krabben reichen völlig, dann ist das gar nicht so teuer – und jedenfalls billiger als Schnaps, Zigaretten oder Urlaub 🙂
Die Internetseite ist sehr übersichtlich aufgebaut, und wenn man bis 15.00 bestellt, ist die Ware am nächsten Tag bis 12.00 im Haus, das klappt wunderbar. Und ein originelles Geschenk ist es auch.
Ich freu mich schon auf das nächste Mal!
Wer Interesse hat, den Laden findet man hier.

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  1. Liebe Patricia,

    irgendwann muss ich euch mal zum Essen einladen, ich bin nämlich ein ziemlich guter Koch. Drei bis viermal die Woche ist unsere große Küche gerammelt voll, und dann koche ich für zehn Leute. Das ist fast so gut wie Schreiben. Meine Pasta mit Meeresfrüchten wäre sicher etwas für dich.

    In diesem Sinne

    Nils

  2. Das hätte ich mir denken können – ein genialer Dichter ist auch ein guter Koch! 🙂 Klingt schön, Eure Küchenschlemmerfeste.
    Wir können ja auch mal im Sommer einen Literarischen Grill veranstalten. Ich besorge den Fisch, Du machst den Grillmeister, Claudia bedichtet das Ergebnis und Bettina erzählt ein Märchen darüber 🙂

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