: Hurra; ich darf!

Heute flatterte mir die Juniausgabe der „Federwelt“ ins Haus, darin ein Artikel von Philip Meinhold, der mir aus der Seele spricht und etwas bestätigt, was ich gern trotz der Proteste meiner Leser mache: Auch ein Semikolon ist ein schönes Satzzeichen, das man benutzen darf und sollte. Ebenso ein Doppelpunkt.
Er beginnt den Artikel damit, dass seine Freundin ihn fragte, ob sie einmal in einem seiner Romane mitspielen dürfte.
Zitat: „Ich sagte, sie könne ein Semikolon sein. Es war die erste Liebeserklärung, die ich ihr machte.- Ich gebe zu, ich liebe Satzzeichen, und das liebste von allen ist mir das Semikolon. Es ist nicht so beiläufig wie ein Komma und nicht so rigoros wie ein Punkt; es ist verbindend und trennend zugleich, subtil und nuanciert, federnd und leicht…“
Ich werde also weiter ab und zu ein Semikolon setzen und auch Doppelpunkte. Um der Melodie und der Abwechslung und der Nuancen willen. Auch wenn die Leser fragen: „Wozu?“ weil sie anscheinend dabei aus dem Lesefluß gerissen oder über Gebühren gefordert werden. Natürlich darf man es nicht übertreiben. Wenn das geschieht und Semikolonnen entstehen, darf man mir gerne auf die Füße treten. Aber nicht jedes Mal.

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  1. Wunderbar, eine weiter Semikolophile!
    Ich mag dies Satzzeichen auch, und es hat mir schon Befremden eingetragen. Dabei ist es so sinnvoll.

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