Junidenkduft

Nichts ist vergleichbar mit dem Geruch, der an diesen langen warmen Juniabenden in der Luft liegt. Rosen, Jasmin, Lavendel, Linden, Klee, warme Erde, feuchtes Gras und noch viel mehr webt ihn in die kostbaren Stunden. Dieser Duft schreibt Geschichten in den Wind. Er trägt alle Erinnerungen an barfüßige Kindheitssommer ewig lebendig in sich, ebenso die an alle Sommer, in denen man geliebt hat. Er birgt jede Menge Antworten auf Fragen, die man sich schon lange stellt oder auch auf die, die einem nicht einmal bewußt waren.

Rosenblütenblätter fallen haufenweise um mein Gartentor. Ich trockne sie auf der Fensterbank, zusammen mit Orangenbaumblättern, Fliederblüten, Waldmeister, Zimtpflanzenblättern, Zitronenmelisse, Zitronenschalen aus eigener Ernte und noch anderem. Mit ein wenig Iris- oder Veilchenwurzelpulver versetzt, das die ätherischen Öle festhält, kommen sie in eine Dose und wenn man im Winter daran schnuppert, ist ein leises Echo an diesen Sommer darin bewahrt, und mit ihm die Antworten und das Wissen um die Lebendigkeit der Erinnerungen.

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  1. ÜBRIGENS – ICH HAB EIN TÜTCHEN SAMEN, DIE ICH VOR CA. 12 JAHREN IN GRIECHENLAND GESAMMELT HABE UND DIE RIECHEN IMMER NOCH GANZ STARK. SO ETWAS KOSTBARES.
    ROSADORA

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