Afrika liegt in Berlin. Oder umgekehrt?

38 Grad. Bilder aus der Berlin-Wittenauer Savanne.

An diesem Sommer ist ungewöhnlich:
– die Frühstückseier lassen sich nicht schälen, weil das Wasser so warm aus der Leitung kommt, dass man sie nicht abschrecken kann
– ich werde kaum munter, weil das Wasser so warm aus der Leitung kommt, dass ich mich auch nicht abschrecken kann
– ich muss weniger waschen, weil man kaum Kleidungsstücke braucht und sehr schnell angezogen ist.
– die Wespen und die Vögel teilen sich einträchtig unser Vogelbad. Da kommen Vögel, die ich hier noch nie gesehen habe, z.B. wunderschöne Stieglitze.
– die Goldfische bekommen einen Sonnenbrand, wenn sie zu lange unter den Seerosenblättern hervorkommen
– die Konzentration läßt ziemlich nach, was ungünstig ist, wenn man 24 Stunden einen schwerstbehinderten Beatmungspatienten zu pflegen hat
– ich hatte noch nie einen solchen Heißhunger auf frische Luft und Regen
– ich habe Mitleid mit der Pizza im Backofen, weil ich jetzt weiß, wie sie sich fühlt
– ich brauche kein Unkraut jäten, denn wenn man darum herumgießt, stirbt es von allein.

Advertisements

  1. Tatsächlich verdorrt und vertrocknet alles. Heute Nacht allerdings gab es heftigen Gewitterregen, so dass die Graswurzeln hoffentlich überleben. Mit dem Unkraut mache ich andere Erfahrungen. Ich weiß zwar nicht, wie die Wildkräuter das machen, aber die meisten gedeihen, auch da, wo kein Tropfen gegossen wird.
    Einen lieben Sonntagsgruß,
    Ingrid

  2. Ich vergammele langsam. Meine Katze (armes Tier: sie trägt Pelz!) liegt apathisch herum.
    Aber andererseits: Was haben wir über die Winterkälte gestänkert! Und nun ist es auch wieder nicht recht.

  3. Die Winterkälte war genau so ungewöhnlich lang, wie diese Hitze stark – jedenfalls für hiesige Verhältnisse.
    Ich freute mich so sehr, als die ersten Blätter an Bäumen und Sträuchern zu sehen waren, obwohl ich die Hoffnung beinahe aufgegeben hatte. Wie abgestorben sahen sie Monate lang aus, die Heckenrosen, das Gras und sämtliche Bäume.
    Es regnete oft und das Grün wurde intensiver.
    Nur wenige, ungewöhnlich heiße Tage reichten, um dieses hoffnungsvolle Bild einem vermeindlich fernen Erdteil anzupassen. Bauern bangen und klagen, aber das ist nichts neues, müssen sie sich ständig, trotz Mittelchen, dem Wandel der Zeit, dem Wandel des, von uns allen verursachten, Klimas anpassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: