Ich spreche mit meinem Computer

Dieser Beitrag ist eine Premiere. Ich verwende ein Spracheingabesystem. Das heißt, ich probiere es zum ersten Mal aus. Ich bin überrascht, wie gut das geht. Lachen musste ich über die Gebrauchsanleitung. Da steht man solle daran denken, dass der Computer kein Mensch ist. Es würde nichts helfen, zu brüllen oder so zu reden als sei er ein wenig langsam von Begriff.
Bis jetzt vertragen wir uns ganz gut, ich vergesse nur leicht, die Kommas zu diktieren. Um das Mikrofon ein und auszuschalten, sagt man „Wach auf“ oder „Geh schlafen“. Wenn eine Formulierung nicht gefällt, sagt man einfach „streich das“. Ich finde es recht lustig. Ob ich so auch Geschichten schreiben kann, wird sich herausstellen. Das Ziel war, meinen schmerzenden Arm etwas zu entlasten, ehe das schlimmer wird. Eine deutlichere Aussprache kann man so auch trainieren. Eigentlich rede ich ja nicht gerne. Aber es macht Spaß, mit seinem Computer zu reden, auch wenn es zunächst ein merkwürdiges Gefühl ist. Mal sehen was daraus wird und ob es den Schreibstil beeinflußt. Wahrscheinlich werde ich es am Ende nur für Briefe und Blogbeiträge verwenden.

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  1. Und wann kommt die Version, die antwortet?
    Ich stelle mir das so vor:
    Schriftstellerin diktiert
    Computer: Genial, aber anstelle „hübsch“ könnte hier besser „anmutig“ stehen.
    Schriftstellerin: Änderung verweigert.
    Computer: Ok – du bist der Chef.

  2. Liebe Patricia Koelle,
    herzlichen Glückwunsch zu dieser Premiere!
    Ich muss Ihnen gleich erzählen, was hier auf der Seite des Lesers Lustiges passiert ist.
    Ich habe die Titelzeile und den ersten Satz noch ganz „normal“ gelesen. Nach dem Wort „Spracheingabesystem“ habe ich Wort für Wort gelesen – mein Unterbewusstsein hat jedes Wort beim Lesen so klar wie möglich ausgesprochen und betont. 😉
    Ich werde beim nächsten Artikel hoffentlich vergessen haben, dass er einem Diktat für ein Schreibsystem entstammt – sonst frage ich mich noch, warum schreibt Frau Koelle denn plötzlich so langsam?

    Da das sehr fehlerfrei arbeitet, würde mich interessieren, welches Sie verwenden?

    Gruß Heinrich

    • Das ist ja lustig 🙂
      Ich verwende „Dragon. Naturally Speaking 10“. Mal sehen, ob es sich weiter so gut bewährt. Es ließ sich leicht installieren und funktionierte sofort ohne kompliziert zu sein, ist auch gut erklärt.
      Beste Grüße, Patricia

  3. … sehr witzig, die Vorstellung, seinem Computer als -mittlerweile ausgestorbener klassischer- Sekretärin zu diktieren:-) Das Ergebnis ist gut geworden… Liebe Grüsse Andrea

  4. Ich sitze im Homeoffice und tippe oft viel in meinen Computer. Still und leise huschen die Finger über die Tasten und machen Klick- und Klappergeräusche …. Eine eigenartige Vorstellung vor meinem Laptop zu sitzen und „mit ihm zu reden“ bzw. „ihm verbale Anweisungen zu erteilen“. Bin gespannt, was du weiter dazu berichtest.

  5. Ja, ja, der Fortschritt der Technik …
    Für Deinen Arm sicher gut, aber ausgefeilte Technik beinhaltet oft diese besserwisserischen Tücken. Ich erinnere mich an den letzten Leihwagen, der zwar noch nicht allzuviel konnte, aber mehr als ein Auto das ich jemals gefahren habe.
    Immer wieder die nervtötende, ablenkend hupende Erinnerung: ANSCHNALLEN – obwohl ich alle 50 Meter anhalte und aussteigen muss.
    Ich versuchte das Fahrzeug zu linken, indem ich kurz vor Stopp zusätzlich die Fahrertür öffnete … ohh, da war was los. Er kam gar nicht mehr aus dem Hupen heraus, bekam auch gar nicht mit, dass ich längst ausgestiegen war.
    Das zumindest erwarte ich, wenn ich schon bevormundet werden soll.

    Mal schauen, was Deinem PC nun so einfällt.

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