Sanfter Anfang

2012. Ein möglicherweise ganzes neues Jahr voller Zukunft, was für ein Geschenk. Es fängt an, wie das alte aufhörte: Mit zehn Grad plus, mit Rosen, Ringelblumen und Mücken, und einem sanften warmen Regen bei Windstille. Mir gefällt es. Da wir seit Jahren alkoholfrei Silvester feiern, erlebe ich den Tag ohne Kopfschmerzen und mit klaren Augen. Nicht allen scheint es so zu gehen, denn die Straßen, durch die ich in der milden, silbern schimmernden Dämmerung spaziere, sind menschenleer. Nur feuchte Papierfetzen liegen dort, die Überbleibsel der bunten Sterne am Himmel von gestern, die daran erinnern, wie flüchtig Träume sein können, kurz, hochfliegend und funkelnd. Ich will sie alle sehen, genießen, solange sie da sind, die funkelnden Augenblicke, Berührungen und Gedanken. Seit dem Tod meines Vaters ist alles noch kostbarer, zerbrechlicher, tiefer geworden. Ich will das Schreiben ernster nehmen in diesem neuen Jahr, mehr schaffen. Es wird Veränderungen geben, und es ist unsicherer geworden was morgen ist. Aber schreiben will ich, und das Leben über allem nicht vergessen.
Die Sterne von gestern sind verloschen, aber eine Kerze kann man sich immer anzünden. Ich freue mich auf das Jahr, egal, was es bringen mag.

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  1. Liebe Patricia, ich wünsche Euch ein gutes Jahr, schöne, erfüllende Erlebnisse, mögen sich Deine Hoffnungen und Wünsche erfüllen! Ich freue mich, von Dir zu lesen, hier und in „Das Meer in Deinem Namen“, in weiteren Romanen und Büchern!

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