Samenbank

Auf dieser Bank hatte eine Pusteblume Platz genommen. Ich setzte mich neben sie und wir unterhielten uns über Wachsen, ungewöhnliche Wege und besondere Plätze, über Leichtigkeit, Träume und Reisen auf dem Wind. Bei dreißig windstillen Grad lagen uns dichter Flieder- und Maiglöckchenduft zu Füßen. Hinter der blühenden Kastanie über uns schlich sich ein Gewitter an. Mein Gesprächspartner war bereit. Mit der ersten Böe wirbelten die reifen Samen auf, stiegen als helle Funken in den erwartungsvollen Himmel. Ich sah ihnen nach auf ihrem hoffnungsvollen Weg Richtung der Feuchtwiesen am Fließ, wo die Nachtigallen auch am Tag singen und wo ein Paradies für Löwenzahn ist.
Ich bleibe; ich habe mein Paradies gefunden.
Von hier schicke meine Geschichten hinaus, vielleicht wurzelt die eine oder andere in den Gedanken eines Lesers, die wahre Freude aber liegt darin, sie fliegen zu lassen.

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