Ein magischer Beginn…

… schien es mir heute morgen, als ich lauter Grün im Garten fand, das über Nacht unter den ewigen Schneemassen aufgetaucht war. Eine fast vergessene, vertraute Welt war plötzlich wieder greifbar und ein Frühling wieder möglich, auch wenn es noch ein Weilchen dauert.
Das Feuerwerk gestern war vor der Schneekulisse allerdings auch sehr schön.
Aber dass nun vor dem nächsten Frost alles für einen Moment ins Fließen kommt und aufatmet macht Mut und passt wunderbar zum Datum, zu einem Anfang.

Auf einem meiner Lieblingsblogs bin ich auf diese schöne
Einstimmung auf das Jahr 2011 gestoßen. Ein Besuch dort lohnt sich.

Ich finde es immer wieder faszinierend und beglückend, dass man so einfach – jedenfalls soweit man weiß – ein ganzes neues Jahr zum Erleben und „Befüllen“ geschenkt bekommt.

Euch allen ein tolles 2011!

Irgendwie unterwegs

So richtig scheine ich in der Stadt nicht anzukommen. Innerlich bin ich noch an der See, wo die Tage so leicht, so rund, so klar und luftig waren. Hier sind sie grau, schwer, nass und zersplittern auf seltsame Art in Alltagssorgen und Terminen. Schreiben fällt schwer, weil Zeit, Kraft und Konzentration nicht machbar sind, auch wenn die Geschichte fertig und lebendig ist in meinem Kopf, ganz deutlich. Wenn einmal ein paar Zeitsplitter übrig sind, lese ich von Carmen Rohrbach „Jakobsweg“, das mir von jemandem in den Briefkasten flatterte. Schon der Zweite aus meinem Umkreis, der sich innerhalb der letzten Wochen dorthin aufmachte. Während ich mit Kerkelings Buch wenig anfangen konnte – er bringt vielleicht die Menschen rüber, nicht aber die Atmosphäre des Weges, der Landschaft – bin ich mit Carmen Rohrbach wirklich unterwegs, wenn ich ihre Sätze lese, kann die Szenen spüren, das Land schmecken. Seltsam, wie mich der Jakobsweg ohne mein Zutun verfolgt, dabei bin ich auch irgendwie auf meinem eigenen, ohne mich von der Stelle zu rühren.
Die Tage an der See waren dabei eine Station zum Ausruhen, ein Verweilen außerhalb der Zeit, nun bin ich neu unterwegs, wacher und müder zugleich, als hätte sich die Richtung ein klein wenig geändert, ich weiß nur noch nicht, inwiefern. Meiner Homepage habe ich ein neues, klareres Design verpaßt, das war leicht und gefällt mir wesentlich besser, nun müsste mir das nur noch mit meinem Inneren gelingen.
Draußen schimmert unter dem schweren Grau immer wieder ein plötzliches silbernes Licht und legt sich für einen Moment über alles. Davon will ich lernen.

Aufbruch in den Frühling


(c) Thomas Hentschel

Diese Zeichnung um einen verlorenen Schmetterlingsflügel herum bekam ich vor Jahren geschenkt (nein, ich habe nicht Modell gestanden :-))
So ähnlich fühle ich mich im Frühling – wenn er denn kommt. Im Moment verschläft er noch ein wenig.

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