Durchsetzungsfähiger Optimismus

Jedes Jahr wieder staune ich über das, was aus den Ritzen wächst. Steine im Weg, wen stört das schon, wenn es den Himmel zu erobern gibt!
Da haben diese kleinen, hartnäckigen Pflanzen etwas mit Schriftstellern gemeinsam. Ohne Optimismus, Verrücktheit, Borniertheit und lautes Buntsein geht es nicht, und auch wenn nur wenig dabei herauskommt, es lohnt sich trotzdem 🙂
Man muss auch nicht Autor sein, um sich ein Beispiel daran zu nehmen.

Unverständliches Phänomen

An Ostern hat es geschneit. Gut, ganz soviel Schnee wie auf diesem Foto war es nicht. Aber der Schneemann hat gute Laune. Und dafür gibt es dringend Bedarf. Scheint mir.
Ich habe auf verschiedenen Internet-Plattformen viele Autor/innen kennengelernt. Sehr nette und kluge Menschen, die wunderbar schreiben können. Und ich würde gern auch mehr von ihren Büchern lesen und auch mal rezensieren, weil ich weiß, wie sehr man sich als Autor freut wenn sich ein Leser diese Mühe macht. Aber seltsam: Es werden fast nur Krimis und Dystopien geschrieben. Je beklemmender eine Geschichte, desto besser soll sie offenbar sein. Mir ist das ein Rätsel. Und ich habe versucht, solche Geschichten zu lesen. Ich mag es nicht. Es tut mir nicht gut. Also mache ich es auch nicht mehr. Krimis und beklemmende Geschichten sehe ich in der Tagesschau, lese ich in der Zeitung und erlebe ich rund um mich. Ich brauche sie nicht auch noch zu lesen. Und es macht mir auch keinen Spaß, sie zu schreiben. Aber offensichtlich macht es sehr vielen Autoren große Freude. Und anscheinend verkauft sich das auch. Stimmt etwas nicht mit mir?
Wie auch immer, ich bin gespannt, ob mein neues ebook unter diesen Umständen einen Leser findet…

Autorenräume (Gedicht)

Autorenräume
(c) Patricia Koelle

Ich werd mit jedem Stern geboren
geh oft in Galaxien verloren
fühl meist mich Schwester der Plejaden
flieg sommers auf dem Sternbild Schwan
von Venus zu Aldebaran
durch weite himmlische Arkaden.

Will mit Worten Wege weben
folg Entwürfen, die entschweben.
In jedes Meer werf ich mein Lot.
Mit hellwirbelnd Muschelscherben
möchte hundertfach ich sterben
hoher Wellen runden Tod.

So streunt mein staunend Seelensein
irrt wirr und still und gern allein
zwischen Ozean und dem All.
Beide sind mir tiefe Heimat
werfen zündend lichte Saat
beide bringen mich zu Fall.

Die Erde ist mir nur Station
auf der ich einen Traum lang wohn
trotz andren Rufs den ich vernommen.
Hier wurd ich Gast
und glaube fast
ich war dem Wind willkommen.

%d Bloggern gefällt das: