Viktorias blauer Garten (ebook)

Viktorias blauer Garten (ebook)

Ein ebook mit drei Liebesgeschichten:

Auch wenn diese beeindruckende Blüte nicht blau ist, passt sie dazu.

Ich mag Gänseblümchen, Vergißmeinnicht und anderes, was klein, schlicht und bescheiden auf der Wiese wächst. Denn dort verbergen sich die Geschichten.
Ich mag es nicht groß, rosa und gefüllt.
Aber dennoch hat die Blüte dieser Baumpäonie zumindest Respekt verdient!
Zumal ihr Duft wunderschön ist, den ganzen Garten füllt und ihm eine flüchtige traumverlorene Note schenkt.

Junidenkduft

Nichts ist vergleichbar mit dem Geruch, der an diesen langen warmen Juniabenden in der Luft liegt. Rosen, Jasmin, Lavendel, Linden, Klee, warme Erde, feuchtes Gras und noch viel mehr webt ihn in die kostbaren Stunden. Dieser Duft schreibt Geschichten in den Wind. Er trägt alle Erinnerungen an barfüßige Kindheitssommer ewig lebendig in sich, ebenso die an alle Sommer, in denen man geliebt hat. Er birgt jede Menge Antworten auf Fragen, die man sich schon lange stellt oder auch auf die, die einem nicht einmal bewußt waren.

Rosenblütenblätter fallen haufenweise um mein Gartentor. Ich trockne sie auf der Fensterbank, zusammen mit Orangenbaumblättern, Fliederblüten, Waldmeister, Zimtpflanzenblättern, Zitronenmelisse, Zitronenschalen aus eigener Ernte und noch anderem. Mit ein wenig Iris- oder Veilchenwurzelpulver versetzt, das die ätherischen Öle festhält, kommen sie in eine Dose und wenn man im Winter daran schnuppert, ist ein leises Echo an diesen Sommer darin bewahrt, und mit ihm die Antworten und das Wissen um die Lebendigkeit der Erinnerungen.

Glücklicher Duft

Ein wenig früher als sonst ist das Geißblatt aufgeblüht, auch bekannt als Jelängerjelieber. Ich mag den Duft sehr – ein wenig zu süß für manche, aber er hat etwas von Ewigkeit, Glück und unerschütterlichem Sommer.
Er wuchert bei uns im Vorgarten am Zaun und steckt dem Briefträger und anderen Passanten seine Blüten ungeniert direkt in die Nase, egal wie sehr ich ihn beschneide oder anbinde.

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Und das Gewitter gestern schenkte uns einen Regenbogen, der direkt vor unserer Haustür stand – ein kleiner, schlichter, aber ein Regenbogen.

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