Freilandadvent

Wir frühstücken wie im letzten Jahr immer draußen, mit Decke, versteht sich. Da wird man richtig schön munter. Und weil es so schön ist, zünden wir dabei die Kerzen auf dem Adventskranz an, die sich im Schutz der Hauswand tapfer gegen den Nordwind behaupten. Dazu klingen oft noch die Kirchenglocken herüber. Eine gute Art, den Tag zu beginnen und ihn als nicht selbstverständliches Geschenk zu feiern.

Der Schneemann freut sich dabei mit.

Peters Fußball-Fan-Zwerge auch. So verkleidet finde ich sie direkt erträglich, auch wenn es sich um Gartenzwerge handelt.

Viel eleganter aber ist das Liebespaar unter der Birke, das jetzt wärmenden (und ganz unschädlichen) Pelz trägt. Fast könnte man neidisch werden, so kuschlig und ungestört stehen sie da, umfangen von ihrer stillen weißen Welt.

Halloween naht

Draußen riecht es nach Halloween – rauchig nach trockenen welken Blättern, feucht nach Schimmel und nasser Erde, leicht faulig nach den Falläpfeln im Gras. Als ich klein war, feirten wir Halloween-Partys lange ehe Halloween in Deutschland bekannt war, denn meine Schwestern sind in Amerika aufgewachsen. Wir bauten ein Geisterhaus unter dem Tischtennistisch und dekorierten das Haus mit wilden Girlanden aus schwarzem und orangenem Kreppapier. Unsere Kostüme bastelten wir selbst. Meine Schwester trug ein Bettlaken und wurde zum Gespenst; der Clou war, dass der abnehmbare Kopf aus einer Kissenhülle einen Reißverschluß als Mund hatte. Es war wahrhaft gruselig, wenn sie ihn öffnete, um eine ketschuptriefende Bratwurst darin verschwinden zu lassen! Ich meinerseits trug einen Hut der aus meiner ehemaligen Schultüte gefertigt war mit einer Krempe, unter der meine halbe Klasse hätte Zuflucht suchen können. Lange vor Harry Potter hätte ich jeder Zauberschule damit Ehre machen können.
Heute habe ich schon mal Bonbons gekauft, falls an Halloween wieder Kinder an meiner Haustür klingeln. Das gibt mir genug Vorlauf, um bis dahin selbst welche davon naschen zu können. Was für eine gute Ausrde zum Bonbons kaufen!
Übrigens, wer Gruselgeschichten mag oder zu Halloween etwas verschenken möchte, das nicht dick macht, findet sie in diesem Buch:

%d Bloggern gefällt das: