Gartenworte Februar/Garden Words February

Ein Garten ist voll stiller Worte. Im Augenblick erzählen die Pflanzen von Tod und Wiedergeburt, von Durchsetzungsvermögen und Ausdauer, von Evolution und Fortpflanzung, von Hoffnung und Versprechen, von Scheitern und Erfolg, Plan und Richtungen, Gehimnissen unter der Erde und Träumen unter einem kühlen, grauen Himmel.

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A garden is full oif silent words. Just now the plants are telling stories of death and birth and renewal, of strength and patience, of failure and success, plans and directions, secrets under the earth and dreams under a cold grey sky.

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Frischgeschlüpftes Licht

Ich bin jedes Jahr im Herbst wieder von dem schrägen, warmen Licht fasziniert, wenn die Sonne tief steht und alles voller Farben und Schatten zaubert.
In diesem Jahr fällt mir besonders auf, dass dieser Zauber auf undramatischere aber nicht minder großartige Weise auch im Frühling wirkt: Schattenzeichnungen und Leuchten auf allen Wegen.

Moorkunst

Auf den Mooren ist gerade jede Menge abstrakte Kunst zu finden, wobei ich nicht von den Schlammflecken auf meinen Jeans rede. Diese Bilder stammen aus dem Seggeluchbecken und dem Herrenholzbecken. Hier schreibt die Erde Geschichten. Wenn das junge Schilf ein wenig höher geworden ist wird man vom Wasser nur noch wenig sehen. Dann behält das Moor seine Geheimnisse für sich und die Insekten- und Froschpopulation genießt ihr unzugängliches Paradies.
Wer genau hinhört, erfährt dennoch einiges, denn das Moor hat eine Stimme. Das Platschen, Gluckern, Singen und Summen hat seine ganz eigene Musik. Da rascheln Wasserratten, Frösche, Ringelnattern, brummen Mist- und Junikäfer, schwirren Libellen und Schwebfliegen, gründeln Enten, baden Stare, stapfen Moorhühner, zwitschern schilfbewohnende Vögel, erzählt das Rohr im Wind.

Bilder fangen

Auf diesem Bild sehe ich einen weißen, gehörnten Drachen, der sich zum Trinken niederließ; vielleicht den Glücksdrachen „Fuchur“ aus der „Unendlichen Geschichte“.

Meine neue Kamera ist ein Traum. Kameras und ich, das ist eine lange Geschichte. Mit sechs ging mein großer Wunsch in Erfüllung, ich bekam eine kleine Kodak. Die machte damals noch quadratische Bilder auf Filmen, die man von Hand einlegen und befestigen mußte und auf die nur zwölf Bilder passten, dazu gab es Blitzwürfel, die man oben drauf steckte und die viermal blitzten bevor man sie wegwerfen musste. Mit dieser Kamera lernte ich einiges und machte eine Menge unbrauchbare Bilder, hauptsächlich von Kakteen im Botanischen Garten. Die Abzüge machte meine Familie im Keller in der Dunkelkammer, in die ich nicht durfte und die ich für eine Art Hexenküche hielt, wenn ich durchs Schlüsselloch spähte.
Mit fünfzehn durfte ich die uralte Exacta meiner Mutter benutzen, eine Spiegelreflexkamera mit einem hervorragenden Objektiv. Den Belichtungsmesser gab es einzeln dazu. Diese Kamera machte wirklich tolle Bilder, wenn man damit umzugehen lernte. Einstellen musste man natürlich alles noch von Hand und auch das Film-einfädeln war so eine Sache.
Etwas später kaufte ich mir von Ersparnissen in Salzburg – weil dort billiger – eine Fujica mit Wechselobjektiven. Das war schon ein gewaltiger technischer Fortschritt. Die verschenkte ich aber zwei Jahre später an meine Schwester zum Dank für ein Vierteljahr Aufenthalt bei ihr in Kalifornien nach dem Abitur. Dann kam das Studium, ich hatte keine Zeit und Gelegenheit zum Fotografieren und lieh mir bei Bedarf die kleine, phantasielose Automatikkamera meines Vaters, die passable Schnappschüsse machte.
Zur Hochzeit bekam ich wieder eine eigene von Olympus, die gute Bilder machte, aber eben eine Kompaktkamera war, ebenso wie die erste Digitalkamera von Sony, die ich mir 2001 gönnte. Sie war ein Wunder für mich – die Bilder gleich auf dem kleinen Monitor zu sehen, unglaublich!
Aber diese Sony HX1, die ich zu Weihnachten bekam, ist die beste Kamera, die ich je hatte. Wir verstehen einander intuitiv. Sie ist eine Brückenkamera, d.h. ein Mittelding zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera. Man kann auch mal eine Blende von Hand einstellen. Sie ist intelligenter als ich, aber nur, wenn ich es will 🙂

Zum Herumspielen mit den Bildern habe ich einen neuen Blog eingerichtet.

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