Sommergedicht 5 – Gewitter

gewitter

Gewitter
(c) Patricia Koelle

Wenn Blitzes Schwert und Donnergrollen
den bleiern Abend überrollen,
wenn Amsel schweigt und Eiche zittert
Kaninchen in die Wolken wittert –

wenn Stadtstaub und die Schwüle fliehen,
Sturmwirbel freche Kreise ziehen,
Schauer streng die Blätter beugen
und uralten Kreislauf zeugen –

wenn müde Erde warm befeuchtet
duftend voller Tropfen leuchtet,
von Himmelsgaben neu begründet
erfrischte Lebensfreude zündet –

wenn was man denkt und was man fühlt
vom Firmament mal durchgespült,
so ist das oft der Weisheit Dünger
macht im Geiste manchen jünger:

und ist lichter Morgen hier
geht es der Welt und dir und mir
nachdem es sich so ausgeregnet
als wärn wir uns ganz neu begegnet

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