Reichtum neben der Straße

Wenn es nicht bald regnet, sieht es schlecht aus für dieses große, dicke Sommergrün, das überschwänglich und schwer und zufrieden auf der Erde liegt als ein kaum begreifbarer Reichtum, nach dem wir uns im November schon wieder sehnen werden. Aber noch hält es jeden Winkel am Rand dieser lärmenden, stinkenden Stadt glücklich besetzt. Auf manchen Flächen verbrennt es bereits in ihrer Gnadenlosigkeit, und sogar das Unkraut welkt, aber ich sehe geflissentlich daran vorbei.
Noch ist Zeit für sommertief grüne Begegnungen.

Geschenktes Gold (Herbstgedicht)

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Geschenktes Gold
(c) Patricia Koelle

Des Sommers Nachklang leise
liegt flüchtig nun auf Bäumen
die sich voll Farben träumen
auf wunderleuchtend Weise.

Des Jahres helle Reife
füllt meiner Seele Räume
damit ich nichts versäume
und all sein Gold begreife.

Dies schwebt mir leicht zu Füßen
ruft froh zum Tanz im Wind
macht mich spielend neu zum Kind.
Des Himmels Glanz läßt grüßen.

fuessecover

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