Etappenlicht

Jahrelang spielte die Geschichte in meinem Kopf, wurde angefangen, verworfen, wieder angefangen, breitete sich auf Notizzetteln aus, in Kisten, Schränken, auf Tischen.
In diesem Sommer habe ich endlich den richtigen Anfang gefunden und bin nun sicher, dass ein Buch daraus wird. Gestern habe ich das zehnte Kapitel geschrieben, was insgesamt ungefähr hundert Seiten bedeutet, und heute wird der zweitausendste Leserklick auf das Blog erfolgen, auf dem man die Geschichte beim Entstehen mitlesen kann.
Ohne die Leser, die mich beim Schreiben ermutigen, wäre ich noch nicht so weit. Ein großes Danke an Euch!
Natürlich ist das nur die Rohfassung, aber ich freue mich über diese geschaffte Etappe. Wie zur Belohnung stand gestern auf einmal eine regenbogenfarbige Eiswolke am Himmel. Ein ganzer Regenbogen ist natürlich schöner, aber so ein leuchtendes Stückchen ist auch Grund zur Freude – und das ganz ohne Regen! 🙂

Warum es sich manchmal lohnt…

…die ganz große Tüte Kartoffelchips zu kaufen, erfährt man hier

Für die, die kein Buch kaufen möchten ohne zu wissen wie ich schreibe und für die, die das Buch schon gelesen haben, gibt es hier einen Online-Fortsetzungroman, der nun nach der Sommerpause in etwa wöchentlichen Abständen wieder weitergeht.
Ihr seid herzlich eingeladen:

Neuerscheinung

Tatsächlich! Nächste Woche gibt es druckfrische Bücher!
Bestellt werden kann schon jetzt (Klick auf das Cover). Natürlich dann auch bei Amazon etc. und in der Buchhandlung Eures Vertrauens.

Seit Jahren drängte diese Geschichte danach, geschrieben zu werden, aber es wollte mir nicht gelingen, bis mir ein Licht aufging: Ich hatte an der falschen Stelle angefangen. Dann ging es wie von selbst – allerdings nur, weil ich das Manuskript online als Blog geschrieben habe, unter einem Pseudonym. So hatte ich aufmerksame Leser, die viele Fehler sofort ausgebügelt und mir ständig Mut gemacht und Zuversicht geschenkt haben. Auch an dieser Stelle ihnen allen noch einmal ganz herzlichen Dank!!!
Ein dickes Dankeschön natürlich auch an den Verlag für all die Mühe.
Nun kann ich nur noch hoffen, dass der Roman seinen Weg zu Lesern findet…

Gedankenplaneten

So wie die beiden hier in den regenfeuchten Frühling träumen, so habe ich in den letzten Tagen an meinem Schreibtisch geträumt.
Planeten entstehen, indem sich Materie zusammenballt, verdichtet, eine immer größere Anziehungskraft entwickelt und sich alle verschiednenen Fremdkörper einverleibt, die durchs All getrieben kommen. So ähnlich ist es mit Ideen. Auch mit Romanplänen. Mein Problem war gerade, dass das, was an Fragmenten angesaust kam, auf zwei verschiedene Objekte verteilt werden muss. Das eine klebt hier, jenes da. Manchmal haftet etwas woanders als gedacht. Die Körper entwickeln ein Eigenleben. Teile stoßen zusammen, spalten sich, gehen getrennte Wege oder schleudern sich aus der Bahn. Am Ende nehmen sie doch Gestalt an, wenngleich eine offene, noch lange wandelbare, und koexistieren, ohne sich zu behindern.
Es gibt also wieder einmal zwei Romanentwürfe. Dann musste ich mich für einen entscheiden. Der andere wird warten und im Hintergrund wachsen.
Durch einen Brief, der gestern landete, fehlende Rechercheinfos und aufmunternde Worte enthielt, habe ich mich entschieden. Einfach angefangen. Heute habe ich das zweite Kapitel fast beendet. So einen Roman zu schreiben, das ist wie ein zweites Leben geschenkt bekommen, ein Paralleluniversum, in dem man sich austoben kann. Es ist herrlich aufregend. Im Gegensatz zum letzten Mal wird dies bis auf geringfügige Spuren kein autobiographischer, sondern völlig fiktiver Roman. Ein wenig länger und komplexer, und ich werde mir mehr Zeit lassen. Es wird auch Pausen geben, weil es Sommer ist, und aus diversen Gründen wenig Zeit zum Schreiben. Aber einmal gestartet, wird die Geschichte auch ihren Weg gehen bis zum Ende.
Wer hin und wieder reinschnuppern möchte, wie der Entstehungsprozess so läuft, der kann das gerne tun:
HIER

Ein Buch wird geboren

Mein Roman hat seine ISBN-Nr. bekommen. Das klingt albern, aber: Irgendwie ist das immer ein bißchen aufregend.
Zu finden z.B. hier.
Dazu paßt die heutige Morgenstimmung vom der Webcam am Kniepsand auf Amrum, einer meiner liebsten Plätze auf diesem Planeten:

Für Leseratten

Ich habe hier gelegentlich vom Schreiben erzählt und von der Entstehung eines Romans. Wer Lust zum Schmökern hat, kann nun hier einen Blick auf die ersten Kapitel werfen. Das Buch erscheint im September im Dr. Ronald Henss Verlag.

KLICK für Neugierige

Frische Blumen, frisches Buch

So ein sanfter Frühlingsregen mit dem Funkeln und dem Duft, den er weckt, ist etwas Wunderbares. Jedesmal wenn ich den Garten betrete ist eine neue Blüte aus dem Nichts auferstanden, getauft und gekrönt von Tropfenperlen.

Seltsam ist, dass die Amseln neuerdings um Mitternacht singen, bis um ein Uhr früh, die ganze Geisterstunde durch. Ich las aber irgendwo, dass Stadtamseln das nun so machen. Zur Nachtigall werden sie dadurch nicht. Aber ich mag es, ihnen zu lauschen, auch wenn sie meinen Rythmus stören. Es fühlt sich falsch an, klingt aber schön. Im Gegensatz zu Gedichten. Wenn die sich falsch anfühlen, klingen sie meist auch nicht schön.-
Die ersten Hummeln und Bienen habe ich nun auch gesichtet, aber da mir offenbar Ronalds Gabe zum Insektenflüsterer fehlt, waren sie kamerascheu. Gut, dass Blumen erst als Samen Flügel haben.

So frisch wie die Blüten ist das Romanmanuskript, das vor mir liegt. Fertig. So fertig, wie ein Manuskript eben ist, wenn man den Epilog gerade erst geschrieben hat. Da gibt es noch viel zu feilen und zu basteln, vom Korrigieren ganz zu schweigen. Aber es ist geschrieben und ausgedruckt, von Seite 1 bis 161, rechtzeitig für meinen Mann zum Geburtstag. Ich löse damit ein altes Versprechen ihm und mir gegenüber ein, das mir schon lange heftig auf der Seele lag. Man weiß nie, wann es zu spät ist. Lange habe ich es aufgeschoben, weil ich Angst davor hatte: es ist eine persönliche Geschichte, in die ich mich zurückversetzen musste, auch in die dunklen Stunden.
Nun ist es ein gutes, seltsames Gefühl. Um mich nicht zu verloren zu fühlen, habe ich mit dem nächsten Roman begonnen. Bei dem kann ich mir Zeit lassen. Aber ich freue mich darauf, und im Kopf ist die Geschichte auch schon fertig, die Menschen lebendig.
Der fertige Roman darf derweil ein wenig abkühlen, ehe ich mich ans Überarbeiten setze. Ich bin gespannt ob er eines Tages auch in den Köpfen einiger Leser ein paar schöne Blüten treibt…

Verzetteleien

Ähnlich erstaunt wie dieses Hörnchen saß ich heute vor einem Wust von Zetteln voller Gedankensplitter, die alle in meinen Roman eingefügt werden sollten-wollten-mussten. Das habe ich nun vollbracht, und es ergibt sogar einen Sinn – für mich zumindest, hoffentlich auch für spätere Leser.
Hoffnung macht mir, dass meine höchst kritische ehemalige Deutschlehrerin nach der Lektüre zweier Probekapitel zum ersten Mal nichts an einem meiner Texte auszusetzen hatte sondern anerkenned befand, das werde ein sehr lesenswertes Buch mit einem guten Erzählton.
Nun habe ich nach der Zettelei auch gleich noch einen Plan für die letzten Kapitel entworfen und alles untergebracht, was untergebracht werden mußte. Ich hoffe nur, dass das Ganze nicht die zulässige Seitenzahl überschreiten wird. Aber Streichen und Kürzen hat ja noch keinem Text geschadet.
Ich stelle aber auch ein Symptom fest, dass mir von anderen Schreibern schon beschrieben wurde: ich werde langsamer, weil ich mich scheue, fertig zu werden. Man gewöhnt sich an so einen Roman, lebt darin, sogar wenn es die Beschreibung der eigenen nicht immer angenehmen Erinnerungen ist. Will sich nicht verabschieden, nicht damit abschließen. Andererseits gibt es noch viel zu schleifen und zu werkeln, zu kürzen und zu ändern, zu ergänzen und zu ordnen. Und obendrein kann ich es kaum erwarten, mit dem nächsten zu beginnen. Wofür auch noch einige Recherche nötig ist.
Es bleibt spannend…:-)

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