Sommergedicht 9 – Sommerwege

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Sommerwege
© Patricia Koelle

Himmelhoch uns Früchte reifen
Tage sich in Reichtum runden
Kostbar sind die warmen Stunden
wenn uns helle Träume streifen

Wind spielt lau in Gartenecken
streut Rosenblüten in die Zeit
Jedes Frösteln ist noch weit
Gründuftend stehen die Hecken

Gewissheit schenkt der Ernte Stand
Staub liegt auf vertrauten Wegen
beruhigend wie ein alter Segen
die Hitze spiegelt Heimatland

Gedanken, die in Ferne weisen
Neugier, immer frisch gesponnen
Die Erde ist nun wohlgesonnen
lässt weit uns ihre Haut bereisen

Wir schauen auf zu Wolkenlaunen
erobern eifrig sieben Hügel
leihen uns der Möwen Flügel
Du und ich, wir atmen Staunen

lassen uns von Sehnsucht leiten
schreiben uns ins Leben ganz
durch den langen tiefen Tanz
in des Sommers Zärtlichkeiten

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Sommergedicht 6 – Sommerliebe

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Sommerliebe
© Patricia Koelle

Mir ist als ob dein Name klingt
aus der Blüte, die im Winde schwingt,
als könnt ich alle Wege wagen
wenn sie nur deine Spuren tragen.

Die Sehnsucht spielt im Meeresrauschen.
Ich möchte meinen Traum nicht tauschen
mich wie der Sommer selbst zu fühlen
mit dir, dort wo die Wellen kühlen,

alle Schätze bergen aus den Tagen
und einfach niemals danach fragen
was die Zukunft wohl verspricht:
was nicht heut ist, zählt noch nicht,

denn heut ist jetzt und ewig gilt
mir dieser Zeit Erinnerungsbild –
dein Kuss, dein Blick, dein Tanz ,dein Wort,
uns wird Glücksheimat dieser Ort.

Der Himmel schickt uns ein Gedicht
aus rosarotem Wolkenlicht,
warmer Sand liegt uns zu Füßen
als wollte uns die Erde grüßen.

drachen

Sommergedicht 3 – Strandgut

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Strandgut
© Patricia Koelle

Es flüstert heut der Wind am Strand
was er des Nachts im Meere fand,
erzählt mir halbverlorne Träume
die ich einstmals anvertraute
den Wellen, als ich Burgen baute
im Schatten ferner Palmenbäume.

Lang konnte ich die nicht mehr orten.
Nun find ich wieder sie im Norden.
Der Ozean hat sie gut behütet,
sie gediehen und wurden groß.
Vorsorglich erst hab ich sie bloß
mit Muschelschalen eingetütet.

Heimgekehrt betracht ich sie,
frag mich natürlich ernsthaft, wie
mach endlich ich draus Wirklichkeit?
Sie sollen mutig sein wie Löwen,
dem Sturme trotzen wie die Möwen
doch bin ich dazu schon bereit?

Bisher hab ich es nicht gekonnt,
wart stets auf Licht am Horizont.
Und die Fluten kommen, gehen
bis meine Lebenszeit verrinnt
und am Ende nichts gewinnt –
dieses ist vorauszusehen.

So lass ich sie jetzt endlich steigen
eh sich die Sommertage neigen
eh sie und ich erneut verzagen
lassen wir auf Himmelsbrisen
voll Zuversicht und voll Genießen
uns wie von einem Drachen tragen.

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