Ooohhh…

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Ein sanfter Frühlingswind hat einen Gruß aus dem Herbst auf den Schnee vom gestrigen Wintertag geweht. Die Zeit kommt wieder in Schwung… Im letzten Herbst und Winter und in diesem Herbst und Winter habe ich an meinem neuen Roman geschrieben und jetzt ist er fast fertig! Die längste Geschichte, die ich je geschrieben habe. Normalerweise würde ich jetzt den Abschied von meinen Figuren herausschieben. Aber das Tolle ist: Das muss ich diesmal nicht, denn es ist ja der erste Band einer Trilogie und ich werde sie alle wiedersehen!
Deshalb kann ich mich jetzt mit Freude an die letzten zwei Kapitel machen. Falls es nicht drei werden.
Das kribbelt immer im Bauch, sowas, denn jeder Roman ist ein Abenteuer.
Danach kommt dann das andere Abenteuer: wenn das Buch losgelassen wird und man nicht weiß ob es einer kauft und wenn ja, ob er es liest und wenn ja, ob es ihm gefällt.
Spannend!
Auch ein Frühlingsgefühl.

Samenbank

Auf dieser Bank hatte eine Pusteblume Platz genommen. Ich setzte mich neben sie und wir unterhielten uns über Wachsen, ungewöhnliche Wege und besondere Plätze, über Leichtigkeit, Träume und Reisen auf dem Wind. Bei dreißig windstillen Grad lagen uns dichter Flieder- und Maiglöckchenduft zu Füßen. Hinter der blühenden Kastanie über uns schlich sich ein Gewitter an. Mein Gesprächspartner war bereit. Mit der ersten Böe wirbelten die reifen Samen auf, stiegen als helle Funken in den erwartungsvollen Himmel. Ich sah ihnen nach auf ihrem hoffnungsvollen Weg Richtung der Feuchtwiesen am Fließ, wo die Nachtigallen auch am Tag singen und wo ein Paradies für Löwenzahn ist.
Ich bleibe; ich habe mein Paradies gefunden.
Von hier schicke meine Geschichten hinaus, vielleicht wurzelt die eine oder andere in den Gedanken eines Lesers, die wahre Freude aber liegt darin, sie fliegen zu lassen.

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