Wärme!/Warmth!

Drr Wettermann trägt ein erleichtertes Lächeln. Er hat ein schlechtes Gewissen, weil der Winter so lange gedauert hat. Du kannst doch nichts dafür, lieber Wettermann. Und alles ist wieder gut, weil du etwas von 19 Grad in zehn Tagen erzählt hast und wir uns diesmal doppelt freuen, weil wir so lange Geduld haben musssten. Dann wird es wohl bald so aussehen.

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The Weatherman is happy because Winter will finally leave us in a few days. Winter seemed to be on his conscience, though it wasn’t his fault. Don’t worry, dear weatherman, everything will be green soon and we will be doubly happy because it took so long.

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Warmer Wind

An Tagen wie diesen, wenn es dreißig Grad sind und dennoch ein stürmischer Herbstwind unterwegs ist, treibt ein Glück in der Luft, das tiefer ist als Worte. Ich liege auf der Wiese und höre zu. In der Buche erzählt der Wind anders als in der Eiche daneben und der Kastanie dahinter. Alle drei haben ihre ganz eigene Stimme. Der Wind macht ein Orchester daraus, eine leichte, wilde, triumphierende, fragende und geheimnisvolle Sinfonie. Ein Echo flüstert in der kleinen Trauerbirke über mir, eine zweite Stimme, ein Kanon vielleicht. In solchen Stunden denke ich nicht an Geschichten, aber der Zauber, dem ich lausche, bereitet den Boden, das Fundament für die Worte, die darauf erst wachsen können, später.

Früher, viel früher hätte ich bei diesen Temperaturen das hier gemacht:

aber da ich in diese Wanne nicht mehr passe, plansche ich mit derselben Freude im Grün der Wiese, im Himmelblau über allem, im Windgeisterchor und dem Geruch warmer Erde.
Wenn es dann morgen regnet, sind die Worte wieder dran, sommererfrischt und herbstwindgelüftet und tausend Jahre jünger.

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