Kinderfreude – Autorenfreude

drachenkalenderklein

Ich freue mich so. Mein Drachenkalender hat in diesem Jahr auf einmal lauter wirklich nette Rezensionen bekommen. Die Kinder lieben die Geschichten, steht da, und warten abends schon darauf. So etwas mal zu hören motiviert ungemein zum Weiterschreiben! Zu wissen, dass die Geschichten gelesen werden und Freude machen, auch wenn es nur wenige lesen, das ist ein unglaublich schönes Gefühl. Das das fiktive Wesen aus meiner Phantasie den Weg in die Zimmer unbekannter Kinder findet und sie zum Lachen und Träumen bringt. Was für ein Weihnachtsgeschenk für mich!
Man kann das Buch übrigens auch als Ganzes lesen: man kann, muss es aber nicht als Adventskalender gebrauchen.

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Für Weihnachsgeschichtensucher

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Das Goldene Weihnachtsbuch

Ein Weihnachts-E-Book mit den allerschönsten Geschichten aus dem für seine frischen Weihnachtsgeschichten bekannten Ronald-Henss-Verlag. Wer auf der Suche nach Weihnachtsstimmung oder nach Geschichten zum Vorlesen für Feiern oder seine Kinder ist, wird hier garantiert fündig.

Leseprobe aus: „Die Überraschungskugeln“ :
…Fietje hatte seit einer Ewigkeit keinen Baum mehr in seiner Stube gehabt. Er machte sich einen Grog und versuchte, sich auf den Abendkrimi zu konzentrieren. Aber der Baum störte ihn. Es war, als stünde da jemand.
„Was mach ich nu mit dir?“ Fietje schaltete zunächst die Lichterkette aus, doch das machte den Anblick trostlos, also montierte er sie ganz ab. Als er sie in einer Ecke in der Besenkammer verstecken wollte, fiel ihm ein Umschlag mit bunten, wertlosen Briefmarken in die Hand, die ihm aus unerfindlichen Gründen einmal jemand zum Julklapp geschenkt hatte. Er hatte nie Briefmarken gesammelt. Doch nun schüttete er den Umschlag auf den Tisch, feuchtete die Marken mit einem Schwamm an und klebte sie auf die dicken, einförmigen Kugeln. Nun gefielen sie ihm schon besser.
Kerzenhalter für den Baum fand er nicht mehr, also bastelte er welche aus Wäsche- und Büroklammern und befestigte fünf Bienenwachskerzen auf den Zweigen.
Jetzt ging es ihm besser, und er bekam noch mit, wer der Mörder gewesen war.
Am nächsten Tag war Heiligabend. Fietje drehte die Weihnachtsmusik im Radio auf, aß Plätzchen, die ihm die Hanna von nebenan gebracht hatte, und sah auf das Leuchten der Kerzen. Was war in diesem Jahr eigentlich so gut gewesen, dass die Kerzen einen Grund hatten, dermaßen zu strahlen? In letzter Zeit machte sich in seinen Erinnerungen ein Nebel breit, dessen immer dichteres Grau alles verschluckte, was vor kurzem gewesen war. Er konnte sich an die Rosinen in seiner Schultüte von vor fünfundsechzig Jahren erinnern und an die braungebrannten Knie des Nachbarmädchens, mit dem er damals spielte, aber nie an das, was er am Tag zuvor gegessen hatte. Er vergaß, was der Wetterbericht behauptete, und dass er mit den Skatbrüdern verabredet war. Was für ein Sommer es gewesen war, nasskalt oder trocken, wusste er nicht mehr.
Von dem ganzen Jahr schien nichts übrig geblieben zu sein, außer dass er eine Zahnlücke mehr hatte. Es machte ihm Angst. Vorsichtig streckte er die Hand nach der Wärme der Kerze aus. Sie tat ihm wohl.
Später pustete er die Kerzen sorgfältig aus und ging früh ins Bett, denn am ersten Feiertag war er mit Arno und Piet zum Skat verabredet. Diesmal vergaß er es nicht, weil er einen großen Zettel an den Kühlschrank geklebt hatte.
Arno polterte herein, zeigte auf die Kugeln und lachte herzlich. „Klasse, Storri, wenn du die nicht mehr brauchst, kannst du sie auf die Post bringen.“
Piet hatte weihnachtsgrünes Pistazieneiskrem mitgebracht. „War im Angebot“ erklärte er. „Ist ein bisschen viel, fünfundzwanzig Kugeln, aber der Rest kann bis zum nächsten Treffen in dein Eisfach. Du hast ja nie was drin.“
Sie gaben ihm einen Nachmittag voller Gelächter. Fietje vergaß den lauernden Nebel. Wie er andere Dinge vergaß. Aber er erinnerte sich an seine Jahre auf dem Krabbenkutter, von denen Piet und Arno, die jünger waren als er, erzählten.
Später an der Haustür klopften ihm beide herzlich zum Abschied auf die Schulter. „Na denn, Storri, auf dass das neue Jahr ein Gutes wird!“ Die Winternacht verschluckte ihre nicht mehr ganz sicheren Schritte, nur Fetzen eines Seemannsliedes trieben noch zu Fietje hin, der Mühe damit hatte, die verzogene Tür zu schließen.
Ein ganzes neues Jahr. Ob das nicht zuviel für ihn war? Er schob die Zweifel beiseite und hoffte, dass der Nebel wenigstens auch sie verstecken würde.
An diesem Abend war er froh über die Gesellschaft des Weihnachtsbaums. Sie hatten sich aneinander gewöhnt.
Als er am nächsten Morgen die Küche aufräumte, fand er…“

Der Weihnachtswind (Taschenbuch/ebook)

Der Weihnachtswind (Taschenbuch/ebook)

…weht wieder. Zeit für geheimnisvolle, wärmende, spannende Geschichten für Winterabende und Kerzenschein. Geschichten, die Sie noch nie gehört haben. Zum Vorlesen, Verschenken oder Genießen.

Auch als ebook erhältlich.

Jede Menge Weihnachtsbücher

Hier gibt es einen Blog mit Infos über jede Menge wunderschöner Weihnachtsbücher und hier einen über Weihnachts-eBooks. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei – ob Sie etwas für Kinder suchen, Adventskalender zum Vorlesen, Gedichte zum Vortragen oder verschenken, kurze Geschichten für die Betriebsfeier oder ein Geschenk für Julklapp oder die Schwiegermutter, ob traditionell, nagelneu, lustig, kritisch oder besinnlich.

Engel vor dem Fenster (Taschenbuch)

Engel vor dem Fenster (Taschenbuch)

„…Es wurde rasch dunkel, Ferdi wandte sich endgültig zum Gehen, zuckte zusammen. Hatte der weiße Fuß des Engels nicht eben ungeduldig – oder unglücklich – gewippt? Quatsch, es war nur die Ohrenklappe seiner Mütze gewesen, die sich im Wind an seinem Augenwinkel bewegt hatte. Aber jetzt fiel ihm etwas anderes auf. In der Erde steckte ein Schild: „Denkmalpate gesucht! Bitte melden Sie sich bei der Friedhofsverwaltung.“
Ferdi wollte jetzt nur noch nach Hause. Seine Füße froren und sein Magen dachte an das frische Brot und seinen Lieblingskäse, der zuhause auf ihn wartete. Der Weg wurde ihm lang. Als er die Haustür aufschloss, hatte er den Engel schon vergessen.
Mitten in der Nacht schreckte er auf. Hatte ihn nur das Licht eines Scheinwerfers geweckt, der draußen vorbeihuschte? Der unerbittliche Motor eines frühen Streufahrzeugs? Oder war es sein Traum gewesen? Es schien ihm, als sei der wichtig gewesen. Er bemühte sich, die Fetzen der Erinnerung daran zusammenzusetzen. Der Engel! Es war das Gesicht des Engels mit der schwarzen Nase. Es war ganz dicht vor seinem gewesen. Der Engel hatte ihn angesehen –oder doch nicht? Dann war da der Fuß. Er hatte gewippt, in Wirklichkeit bestimmt nicht, aber im Traum auf jeden Fall. Energisch gewippt, fast so, als wollte der Engel Ferdi einen Tritt geben.
Das Schild sah Ferdi auch immer noch vor sich. „Denkmalpate gesucht!“. Im Traum war Schnee in die Buchstaben gefallen, so dass sie funkelten.
Pate für einen Engel? Ging das? Waren es nicht die Engel, die für die Menschen zuständig waren? Kopfschüttelnd wickelte sich Ferdi wieder in seine Decke…“

Wenn Sie wissen möchten, warum dieser Engel nicht nur mit dem Fuß wippt, sondern einem Journalisten einen Tritt verpaßt: Das ist ein Auszug aus der Geschichte „Pate für einen Engel“, die Sie in dem Buch „Engel vor dem Fenster“ finden.

Weihnachts-Hörbuch

Ich freue mich sehr, dass es dieses Jahr ein Weihnachtshörbuch gibt. Der Schauspieler Thom Nowotny liest meine Geschichten.
Ein Klick unten und Ihr könnt einen Coverentwurf sehen und erfahren, wo man das Hörbuch vorbestellen kann.

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