Schneespenst

Aus unserem Schneemann wurde dieses würdevolle Gespenst.

Zwischendurch war es ein Zyklop

…allerdings mit Kleid

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Adventswochenende!

Sternenstaub

Heute schien die Sonne, gleichzeitig rieselten feine Flocken, die silbern glänzten als wäre die Luft voller Sternenstaub. Wobei echter Sternenstaub wohl eher grau ist, wie aller Mineralienstaub. Jedenfalls war es zauberhaft!
Aber der Garten und die Straße sind immer noch unter Schneemassen begraben, und es soll weiter schneien.
Da ist es gut, dass das aktuelle Romankapitel, an dem ich gestern schrieb, mich nach Teneriffa auf den Vulkan Teide führte. Da habe ich mich gründlich aufgewärmt 🙂
Mein Roman erzählt mir Dinge über mein Leben, die ich nicht wußte. Das ist spannend. Für mich. Ob das auch auf den Leser zutrifft, wird sich zeigen.
Gespannt bin ich erstmal, wieviel Schnee noch kommt.

Eisbärlin

Diese Bilder sind NICHT in der sibirischen Pampa entstanden, sondern zweihundert Meter entfernt von unserem Haus in Berlin. Es schneit, taut, friert, stürmt, schneit und schneit, Tag für Tag, seit Wochen. Peter kann mit dem Rollstuhl nicht mal mehr auf unsere eigene Terrasse. Die ist eine blanke Eisfläche und ich kriege sie nicht mit der Schaufel zerschlagen. Soviel Salz kann ich gar nicht anschleppen und möchte es auch nicht in den Garten kippen.
Ein Trost ist, dass die Sonne früher aufsteht und auch schon ein wenig Kraft gewonnen hat – wenn sie denn mal für fünf Minuten scheint.

Mit diesen beiden hier warten wir auf den Frühling…

Schnee im Flur

Also, das gibt mir dann doch zu denken. Da es gerade wieder einige Zentimeter Schnee hingeschmissen hat, hatte ich Schnee an den Stiefeln, der dann beim Ausziehen wie immer auf den Teppich im Flur fiel, wo er keinen Schaden anrichtet.
Nun weiß ich ja, dass unser Haus, weil ebenerdig und nicht unterkellert, fußkalt ist. Kein Problem, da wir ja zum Glück in einem Land leben, in dem man nach Belieben dicke Socken kaufen kann.
Aber ist das normal, wenn dieser Schnee im Flur nach einer Stunde immer noch nicht geschmolzen ist???

Abgesehen davon erkenne ich meine Nachbarn auf der Straße nicht mehr, weil sie so eingemummelt sind. Den Streusplitt von der Straße finde ich sogar im Bett wieder. Der getränkelieferant stand heute schon um acht vor der Tür. „Ich mußte so schnell fahren, sonst frieren mir unterwegs die Flaschen auf!“ erklärte er. Und Dieter schrieb mir eine SMS: „Hier auf Fuerteventura sind 20 Grad.“ Worauf ich antworten konnte: „Hier sind auch 20 Grad!“ Allerdings minus….

Frostko(e)ller

Ich habe eigentlich mit keinem Wetter Probleme. Normalerweise. Ich liebe Extreme und Abwechslungen. Aber dass ich nun seit drei Wochen Stiefel anziehen muß nur um den Müll rauszubringen, der Briefkasten jeden Morgen zugefroren ist und wir tagsüber die großen Rolläden unten lasssen müssen wegen des Wärmeverlusts, und dass der angegraute Schnee mangels jedweder Sonne oder anständigen Tageslichts auch noch völlig unfotografierbar ist, das alles geht mir langsam auf die Nerven. So sehr, dass ausgerechnet ich zu einem für mich völlig ungewöhnlichen und sonst belächelten Mittel gegriffen habe. Nachdem ich mit viel englischen Flüchen Geduld den Briefkasten aufbekommen hatte, fand ich einen verlockenden Sommerkatalog meiner einzigen Lieblingsbekleidungsfirma darin und habe mir ein paar Sommerklamotten vorbestellt. Danach ging es mir besser. Ungewöhnliche Situationen erfordern eben ungewöhnliche Maßnahmen. Zum Glück werden die erst im April geliefert, so dass die Nachbarn nicht in die Gefahr geraten, mich bei -15 Grad in nagelneuen Blümchenshorts im Garten herumtanzen zu sehen.

Frühstücksgast

Die Vögel teilen sich bei diesem Wetter das Futter friedlich mit diesem sympathischen Wesen, das im Frühling zu ihrem Erzfeind wird:

Und diese Knospe des duftenden Schneeballs läßt sich vom Winter nicht beeindrucken, beeindruckt aber mich mit ihrer Schönheit und ihrem Versprechen:

Winterstimmung

Auf dem Rückweg vom Briefkasten habe ich mir ein paar Minuten unten am Moor gestohlen. Wie anders sieht es jetzt dort aus als im Frühling, wenn grüne Graswellen den Wind sichtbar machen und die Schmetterlinge nektarsüße Orgien feiern. Oder im Sommer. Oder auch im Herbst. Aber diese asketisch-strenge Schönheit, wenn das Herrenholzbecken so im Dornröschenwinterschlaf liegt, die mag ich auch. Und jetzt kann der Sumpf, was er im Sommer nicht kann: Er fängt den Himmel ein und zeichnet Spiegelbilder, aber dank der kleinen Strömungen und Strudel mit ganz eigenem Charakter.

Frühlich

„Morgen wird es frühlich“ sagte der Wettermann gestern abend und entschuldigte sich dann verlegen für den Versprecher. Mir gefällt diese Wortschöpfung aber ungemein gut, klingt sie doch sehr nach einem sonnigen, fröhlichen, hoffnungsvollen, hellgrünen Morgen.
Und frühlich war es heute auch – nun gut, eher golden denn hellgrün, immerhin ist November, aber bei sechzehn Grad wollen wir nicht kleinlich sein.
„Frühlich“, das merke ich mir, und es paßt außerdem wunderbar zu dieser kleinen Neuerscheinung, die hoffentlich ein paar Leuten Freude machen wird:

Jahreszeitenpotpourri

DSC08286

Heute war eine setsame und beglückende Stimmung im Garten; so als habe jemand das Beste aller Jahreszeiten in einen Topf oder vielmehr: in eine Stunde geworfen. Die Sonne schaffte es auch um zwölf Uhr mittags gerade mal über die Baumkronen, hatte aber Kraft, zu wärmen. Das Thermomezter zeigte fünfzehn Grad, was völlig ausreichte, um auf der Terrasse im kurzärmeligen Shirt Pizza zu essen. Manche Bäume waren schon kahl, andere leuchteten golden. Doch die Meisen und Amseln sangen wie im Frühling, ebenso blühten die Stiefmütterchen, während am Himmel die letzten Gänse und Kraniche rufend nach Süden zogen. Der Spätsommer meldete sich noch einmal mit Astern Dahlien, Löwenmäulchen, Männertreu und Rosen sowie ein paar Fliegen, Mücken und einem bestimmten Duft. Der Winter hingegen war schon vertreten im Winterjasmin und dem Weihnachtsstern, der im geleerten Brunnen steht. Diese Stunde war ein Geschenk, das es tief zu kosten galt.

DSC08288

Heitere Jahreszeitengedichte, Bilder und Platz für eigene Notizen gibt es in diesem Verschenkbüchlein:

%d Bloggern gefällt das: