Von Träumen (Gedicht)

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Für alle, die auf diesem Blog so oft nach Gedichten über Träume suchen:

Von Träumen
© Patricia Koelle

Träume läuten lautlos Glocken
Träume sind geheimes Lied
das leicht uns in die Ferne zieht
um wieder nur nach Haus zu locken

Träume zart wie Blumensamen
treiben leise auf dem Wind
ankern hier wie dort geschwind
flüstern eines Liebsten Namen

Träume fallen sanft wie Regen
lassen Hoffnung frisch erblühn
so fließen Ziele neu und kühn
sind uns Fluch, genauso Segen

Träume schleichen durch die Nacht
übernehmen frech das Steuer
reißen uns in Abenteuer
haben morgens nichts gebracht

Träume gaukeln vieles vor
rufen uns auf falsche Fährten
wenn wir uns so gar nicht wehrten
machen sie uns auch zum Tor

Träume sind beweglich Brücken
wenn die Welt uns nicht versteht
für uns gerade gar nichts geht
heilen erst mal sie die Lücken

In Träumen grenzenlos und frei
suchen wir uns selbst zu fassen
was wir mit ihnen tun und lassen
bleibt den Träumen einerlei

Manch Träume leuchten ewig mir
duften Jubelfarben um uns hin
schmecken plötzlich tief nach Sinn
teil glücklich ich ein Stück mit Dir

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Scherenschnitt: (c) Hilde Bergmann

Mehr Gedichte gibt es hier

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Sommergedicht 4 – Blütenflut

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Blütenflut
(c) Patricia Koelle

Es knospen Rosen in die Helle
füllen Junilandschaft ganz
mit Lebenslust an jeder Stelle
ranken wie in leisem Tanz

erklettern Himmel, hoffen Licht
tragen Dornen nebenbei
dass niemand ihre Stärke bricht
ihrem Sinnen überlegen sei

Sie tosen dichten Farbenchor
in Wellen rollt ein Rausch aus Duft
sie drängen sich recht gerne vor
fordern Hoheit in der Sommerluft

egal ob zartere Gefährten
Kornblumenblau und roter Mohn
auch von der Erde was begehrten
für Tage ist der Sieg ihr Lohn

Doch bald schon streut uns eine Brise
die Blütenblätter wild zu Füßen
während Andere auf der Wiese
noch wochenlang das Sein versüßen

Ich mach es wie die Ackerwinde
und warte still mit meinem Traum
bis ich dafür Ruhe finde
und die Welt für Kleines Raum

Sommergedicht

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Sommerübermut
(c) Patricia Koelle

Frühlingsvogelsang verklingt
warme Sommerstille fällt
Rosenduft den Wind beschwingt
Junilicht die Nacht erhellt.

Zweifel bis zum Winter fliehen
Ruhe wohnt nun in den Tagen
Träume mit den Schwalben ziehen
lassen neue Wege wagen.

Ich flieg mit Pusteblumensamen
und seh den Wolken ins Gesicht
der Schmetterling kennt meinen Namen
wir teilen uns des Lebens Licht.

Ich feier Schritte, trinke Morgen
leih mir den Himmel ganz allein
möcht noch von jeder Zukunft borgen
fühl mich Welt und All und Sein.

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Wem dieses Gedicht gefallen hat, dem gefällt vielleicht auch dieses Buch:

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Eine Leseprobe gibt es hier.

Adventskalender

Für alle Eltern mit kleineren Kindern, Omas mit Enkel, Tanten mit Nichten und Neffen etc. startet heute mein Adventskalender zum Vorlesen. Dazu gibt es ein Gewinnspiel.

Drachen

Es geht um einen kleinen Drachen und zwei Kinder. Wer will, kann heute schon mit der Vorgeschichte beginnen, und die Geschichte für den 1. Advent ist auch schon zu lesen. Jeden Tag wird eine Geschichte folgen.

Fissinor, Lukas, Lisa und ich freuen uns über jeden einzelnen Besuch. Wer Fissinor ist….? Nun, lest selbst…

Gutenachtgeschichte für Kinder

Das Traumnest

© Patricia Koelle

„Du darfst noch mal zum Strand gehen, Daniel“, sagte Mama nach dem Abendessen. „Aber nur bis zu der schiefen Palme.“
Die schiefe Palme war Daniels Lieblingsplatz. Sie war so schief, dass man auf ihrem Stamm sitzen und mit den Beinen baumeln konnte wie auf einem Schaukelpferd.
Es waren Daniels erste Sommerferien. Danach würde er in die zweite Klasse kommen. Daniels Papa fand, dass die ersten Sommerferien etwas ganz Besonderes sind. Deswegen hatten sie in diesem Jahr eine weite Reise gemacht, in ein Land, in dem das Wasser im Meer so warm war wie in der Badewanne zuhause. Außerdem gab es da so viele Sterne am Himmel, dass es Daniel ganz schwindlig wurde, wenn er nach oben guckte.
Die Sonne fing gerade an, rot zu werden und unterzugehen, da sah Daniel von seinem Sitzplatz auf der Palme aus etwas sehr Großes, Dunkles aus den Wellen auftauchen. Es wurde immer größer. Ganz langsam krabbelte es an Land. Daniel vergaß vor Schreck beinahe zu atmen. Was, wenn es ein Seeungeheuer war?
Aber als es näher kam, fürchtete er sich nicht mehr. Oder höchstens ein bisschen. Das war ja eine Schildkröte! Er kannte Schildkröten, denn seine Tante hatte eine, die er manchmal mit Salat füttern durfte. Die war aber nur so groß wie seine Hand. Diese hier war so groß, dass Daniel darauf hätte reiten können. Ob sie doch gefährlich war?
Eigentlich sah sie nur sehr müde aus. Daniel sprang von der Palme und ging vorsichtig auf die Schildkröte zu.
„Hallo, ich bin Thea“, sagte diese leise.
Daniel staunte. „Warum kannst du sprechen?“, fragte er.
„Ich bin über hundert Jahre alt“, sagte sie, „ich habe schon sehr viele Menschen getroffen. Außerdem lernt man viel, wenn man so lange lebt.“
„Bist du deswegen so müde?“, wollte Daniel wissen.
„Ja, wahrscheinlich“, sagte Thea. „Bist du jemand, der ein Geheimnis bewahren kann?“
„Ich verpetze nie jemanden“, versicherte Daniel.
„Das ist gut“, meinte Thea. „Ich muss nämlich ein tiefes Loch graben, in das ich meine letzten Eier legen kann. Aber das ist sehr schwer, wenn man so alt und so langsam ist. Könntest du mir wohl helfen?“
Den Rest der Geschichte gibt es hier

Bus-und-Bahn-Bücher

Wie oft sitzt man in der Bahn oder wartet auf den Bus. Und hat das Buch vergessen, das man sonst dabei hat, oder gerade ausgelesen. Man könnte sich am Kiosk eine Zeitschrift kaufen. Aber braucht man wirklich den vierundsiebzigsten Frisurentipp, der bei den eigenen Haaren sowieso beim besten Willen nicht umzusetzen ist? Oder die hundertneunundneunzigste Diät, die sowieso nicht funktioniert, weil man eigentlich nur die Gummibärchen weglassen müßte? Will man wirklich wissen, was in irgendeinem Fürstenhaus passiert?
Man könnte statt dessen spannende Geschichten über „echte“ Menschen lesen, wie zum Beispiel die Frau gegenüber auf der Bank, die mit den traurigen Augen. Dazu braucht man nur auf seinem Handy ein „Mobilebook“ herunterzuladen. Es kostet 2.99, aber für die Zeitschrift hätte man ja auch ein paar Münzen ausgegeben. Man braucht nur eine SMS abschicken, das funktioniert so einfach, als ob man einen Klingelton herunterlädt. Das Buch unter „Anwendungen“ speichern, und schon kann man schmökern. Die Schrift läßt sich kinderleicht in beliebiger Größe einstellen, und es merkt sich sogar, wo man mit dem Lesen aufgehört hat, als der Bus kam.
Ja, und wenn einem die Geschichte wirklich gefällt, kann man sich immer noch das richtige Buch kaufen, aus dem sie stammt und in dem es noch viele solcher Geschichten gibt, nur weiß man dann schon, dass einem das Buch gefallen wird.

Von mir gibt es drei Mobilebooks:

VIKTORS GRÖSSE

Viktors Grösse

Zum Text:
Der Student Ralf leistet während eines Ferienjobs schweißtreibende Arbeit. Dabei spricht ihn ein furchterregend wirkender Hüne an, der ihm noch zweimal begegnen wird. Der Gedanke an ihn lässt Ralf nicht mehr los. Irgendwie erscheint ihm seine Welt seitdem bunter, leuchtender und zerbrechlicher…

«Hastig drehte ich mich um, während ein Schatten auf mich fiel. Ich bin mit meinen einsachtzig kein Zwerg, aber um dem Mann, der vor mir stand, ins Gesicht sehen zu können, musste ich den Kopf in den Nacken legen. Hinter meinem Rücken griff ich instinktiv nach dem Griff meines Spatens, obwohl mein unerwartetes Gegenüber diesen wahrscheinlich mit einer Hand würde zerbrechen können.»

HIMMEL AUF ABWEGEN

Himmel auf Abwegen

Zum Text:
Viktorias Ehe hat sich festgefahren und steht kurz vor dem Aus. Bis sie in einer Frühlingsnacht Robin begegnet. Erst bittet er sie um Hilfe, dann stellt er für sie den ganzen Himmel auf den Kopf und plötzlich scheint alles möglich…

«In der ersten Zeit hörte sie aufmerksam zu, war voller Begeisterung, selbst wenn es um Pulsare, Quasare und Veränderliche ging und zwei Drittel des Publikums schon weggedöst war. Ihre Augen waren voller Licht, wenn sie zur Kuppel aufblickten und die Wege der Kometen oder Sternennebel verfolgten, die der Projektor so täuschend echt vorgaukelte.»

EINE FRAGE DER ZEIT

Eine Frage der Zeit

Zum Text:
Die junge Journalistin Karla März soll einen Mann interviewen, der niemals Interviews gibt. Gelingt ihr dies nicht, wird sie wahrscheinlich den Job verlieren, auf den sie angewiesen ist. Doch dieser Mann weist alle Besucher mit einer ungewöhnlichen Methode ab, und das, obwohl er ein überraschend vielversprechendes Lächeln besitzt.
Gut, dass es die Rumpelkammer ihrer Schwester gibt, in der man seltsame Dinge und vielleicht die Lösung zu Karlas Problem findet…

«Der war Arktisforscher, und dann hat er diese Bücher geschrieben, die die Leute verzaubert haben, bevor sie sie wieder vergaßen. Über erschreckend kurze Tage und ewige Nächte, über Nordlichter, die ihn mit ihrer Schönheit zum Heulen brachten, über großartige Begegnungen mit Eisbären, leuchtenden Algen, Eiswürmern, und dem Alleinsein mit sich selbst und seiner Angst in einer ungeheuren Weite. Er hat siebzehn verschiedene Blautöne in einem einzigen Eisberg gefunden.»

Wer all diese Geschichten und noch mehr lieber in einem gedruckten Buch lesen möchte, findet sie hier:

Geschichten von Himmel und Meer

Sie haben alle eine Länge, die gut während einer Fahrt zu schaffen ist. Natürlich auch vor dem Einschlafen. Oder in der Mittagspause. Oder im Wartezimmer. Oder wo und wann auch immer ein wenig Zeit zum Träumen und Erholen ist.

Eine wunderschöne Reise für 10.80

Wer zuhause in der Kuschelecke eine traumhaft schöne und außerdem weihnachtliche Reise machen möchte, die über die Grenzen der Welt und des Daseins hinausgeht und trotz aller märchenhaftigkeit voll lebendiger und spannender Lebensweisheit ist, der kann das für 10.80 Euro und einen Klick mühelos tun:

Antonia Stahn: Die Reise vom gläsernen Baum zum blauen Planeten

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Kurzbeschreibung:
Die Reise vom gläsernen Baum zum blauen Planeten ist die Geschichte von Lucas, der seiner kleinen Schwester Laura in der Weihnachtszeit eine lange Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte von der kleinen Seele Paul, die nach einem mehr als tausendjährigen Schlaf zur Erde reist, um die Frau zu suchen, die ihr das irdische Leben schenken wird. Es ist die Geschichte vom Engel Mimir, der seinem Schützling das Leben auf der Erde zeigt. Es ist eine Geschichte von den Menschen, von ihren guten und ihren schlechten Seiten. Es ist eine Geschichte voller Poesie und voller Liebe zum Leben und zu den Menschen.
Und als Zugabe gibt es eine Weihnachtsgeschichte von Max und Mäxchen und Borco, dem Hirtenhund.

Dieses Buch eignet sich bestens zum Vorlesen. Dabei wird es nicht nur die kleinen Zuhörer sondern auch den Vorleser verzaubern.
Wer sich und seinen Kindern oder Enkeln dieses Geschenk nicht macht, läuft Gefahr, etwas ganz Besonderes, Leuchtendes zu versäumen.

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